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Sellinghausen wurde um 1336 erstmals urkundlich erwähnt und hieß damals noch Selinchusen. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Dorf ausschließlich aus einem Gut eines Junkers (Junger Landadeliger)
und 2 landwirtschaftlichen Flächen des Stiftes Meschede.
Anhand von Informationen des Schatzungsregisters aus dem Jahr 1543 weiß man heutzutage, dass in Sellinghausen zu dieser Zeit 5 Schatzungspflichtige wohnten
(Thonis Schulte, sein Knecht, Johann Ferbers, Tilman Buelick und Dorpscheiper).
1819 bestand Sellinghausen aus 10 Häusern und insgesamt 70 Einwohnern. Bis zum Jahre 1865 stieg die Anzahl der Häuser auf
25 an.
Im Ersten Weltkrieg (1914-1918) fielen 5 junge Männer, woraufhin 3 Jahre später die St. Luzia Kirche in Altenilpe erbaut wurde.
1920 wurde eine Schiefergrube geöffnet, welche
aus Mangel an geeignetem Schiefer einige Jahre später wieder geschlossen wurde.
1924 wurde die St. Sebastian Schützengesellschaft Altenilpe-Sellinghausen gegründet,
woraufhin 1955 die Schützenhalle in Altenilpe errichtet wurde.
Die Gründung des Fußballvereins Rot-Weiß Sellinghausen erfolgte im Jahr 1932.
In den Jahren des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) fielen weitere 10 Männer aus Sellinghausen.
Im April 1945 fanden ca. 800 Menschen
in der stillgelegten Schiefergrube Schutz vor den amerikanischen Truppen.
1974 fusionierten die Sportvereine Dorlar und Sellinghausen zum SV Blau-Weiß
Dorlar-Sellinghausen.
Bis zur kommunalen Gebietsreform im Jahr 1975 gehörte Sellinghausen zur Gemeinde Dorlar.
Am 1.1.1975 wurde Sellinghausen ein Ortsteil der neuen Stadt Schmallenberg.
Seit 1989 hat Sellinghausen einen eigenen Dorfverein.
Im Jahre 2006 wurden die Straßen in Sellinghausen mit Namen versehen.
2008 wurde der Ortskern um die St. Blasius Kapelle neugestaltet.
Nachdem 2009 die mächtige Grünewalds Eiche entwurzelt wurde, legte der Dorfverein 2012 den Dorfplatz „Grünewalds Eiche" an.
Heute (Stand 2023) hat Sellinghausen ca. 300 Einwohner.
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